Haben Sie schon einen Hunde-Merkzettel?

Zum richtigen Training gehört Belohnung. Es müssen nicht immer Leckerli sein. Finden Sie mit Hilfe des Hunde-Merkzettels heraus, was Ihren Hund besonders freut.

Hunde-Merkzettel (153 kB)

Beispiel für die Vielfalt an Belohnungen anhand der Geschichte von Lokji

Herumtoben im Schnee: Eine Belohnung von der Lokji im Sommer nur träumen kann.
© Gudrun Braun

Von Mag. Gudrun Braun

Lokji ist ein Islandspitz, der in einer vierköpfigen Familie in Wien zu Hause ist. Er lebt mit seiner Familie in einem Haus mit Garten.

Wenn seine Halter mit ihm ein paar Übungen wie zB. „Sitz“ und „Platz“ oder „Komm“ trainieren, sind kleine Stücke frische Knackwurst sehr beliebt und gern genommen.

Lokji gibt Spielzeug, mit dem er gerade spielt, nicht so gerne wieder her. Um das hergeben zu üben, wird Lokji nach erfolgreicher „lass los“ Übung damit belohnt, dass er das Spielzeug gleich wieder (oder ein anderes gleichwertiges) bekommt.

Im Sommer übt Lokji am liebsten in der Nähe eines Baches oder eines Sees, denn da ist schwimmen gehen die größte Belohnung: Wenn zum Beispiel ein besonderes Kunststück wie über einen Baumstamm gehen geübt wird, und Lokji danach gleich ins Wasser springen darf.

Wenn Freunde der Kinder zu Besuch sind, ist es immer sehr laut und Lokji ist sehr beunruhigt. Daher wird er auf seinen Schlafplatz, wo niemand hin darf, geschickt oder hinaus in den Garten, wo die Kinder in dem Zeitraum nicht sind. Damit er das auch gerne macht, bekommt er dafür eine getrocknete Lunge, an der er herumkauen und so seinen Stress wieder abbauen kann.

Manchmal läutet es an der Tür und die Post bringt ein Paket. Für Lokji ist das immer sehr aufregend. Da vor dem Haus gleich Autos fahren, ist seine Halterin immer bemüht, dass Lokji nicht hinausläuft. Wenn er sich brav hinsetzt, während die Post da ist, wird er zur Belohnung von seiner Halterin an Brust und Schultern gestreichelt.

Kommt Besuch und Lokji hätte gerne mehr Aufmerksamkeit und winselt und bettelt, wird er auf seinen Platz geschickt. Bleibt er dort brav liegen, dann lohnt sich das, weil die Halterin ihm im Garten sein Lieblingsspielzeug einen Ball am Seil versteckt und damit sein ruhiges Verhalten belohnt.

Wenn es sehr warm ist, bekommt Lokji manchmal auch einen gefrorenen Fleischblock versteckt, mit dem er dann längere Zeit beschäftigt ist.

Oft spielen die Kinder wild miteinander und Lokji würde zu gerne mitspielen, was er auch oft darf. Wird das Spiel jedoch zu wild, nehmen die Kinder ein paar Leckerlis und verstecken sie Lokji.

Bei Spaziergängen ist Lokji immer sehr brav. Wenn er andere Hunde sieht, will er immer gleich zu ihnen laufen. Damit er aber immer wieder übt, bei seiner Halterin zu bleiben, lässt sie ihn kurz „bei Fuß“ gehen und als Belohnung, darf er dann zu den anderen Hunden laufen.

Manchmal, wenn es Hunde sind, die nicht freundlich sind, bekommt Lokji als Belohnung für´s brave „Fuß gehen“ in einer solchen Situation eine Spielseil, dass er dann stolz nach Hause tragen kann.

Lokji´s Belohnungsliste:

  1. Knackwurst
  2. Spielzeug
  3. Schwimmen gehen
  4. Getrocknete Lunge
  5. Streicheln an Brust und Schultern
  6. Ball am Seil
  7. Gefrorener Fleischblock
  8. Leckerlis (Hundekekse)
  9. andere Hunde
  10. Spielseil

 
Mehr zum Thema Belohnung in der Broschüre „Hunde sicher verstehen“.