Steckbrief: Brauner Antennenwels


Kati Platy blubbert: Dieser Unterwasser-Papa ist sehr fürsorglich!

 

Steckbrief zum Downloaden und Ausdrucken.

Wir werden im Zoofachhandlungen oft unter dem Namen Blauer Antennenwels angeboten.

Die Heimat unserer Vorfahren:

Amazonas-Flüsse in Südamerika. Deshalb lieben wir strömendes Wasser.

Antennen-Harnischwels © Foto mit Genehmigung von Dr. Jörg Vierke

Unsere Lebenserwartung im Aquarium: Sie beträgt wie in der Natur bis zu 20 Jahre.

Unsere Größe: Wir werden bis zu 15 cm groß, deshalb sollte unser Aquarium sehr groß sein. Für ein Männchen und ein Weibchen sollte das Becken mindestens 100 Zentimeter lang sein!

Antennen-Harnischwels © Foto mit Genehmigung von Dr. Jörg Vierke

Das brauchen wir:

Wir sind Bodenfische und fühlen uns wohl, wenn der Sand oder Kies dunkel ist. Bitte keinen Kies mit scharfen Kanten, da wir uns daran verletzen können. 

So fühlen wir uns vor Feinden sicher: Wir verstecken uns tagsüber unter Steinen, Wurzeln und Pflanzen und kommen erst am Abend zum Vorschein. Deshalb brauchen wir viele Verstecke am Boden. Wurzeln sind super. Wir brauchen sie auch für etwas anderes. Weißt du es? Schau bei „Unsere Nahrung“ nach. 

Männchen in der Höhle beim Bewachen der Eier © Foto mit Genehmigung von Dr. Jörg Vierke

Unterschied Männchen/Weibchen:  Das Männchen trägt ein gut sichtbares antennenartiges „Geweih“ auf dem Kopf.  Zwei Männchen vertragen sich nicht, deshalb sollten man uns als Paar (Männchen und Weibchen) oder als Harem (zwei Weibchen, ein Männchen) halten. Aber nur in einem entsprechend großen Aquarium, in dem wir uns alle gut verstecken können.  Braune Antennenwelse sind fürsorgliche Väter. Das Männchen  gräbt im Sand unter der Wurzel eine Höhle.  Dahinein legt das Weibchen ihre Eier. Das Männchen übernimmt dann die Pflege der Brut. Er stellt sich in die Höhle und fächert den Eiern mit den Flossen frisches Wasser zu und bewacht sie vor Feinden, bis die kleinen Welse aus den Eiern schlüpfen. Solltest Du irgendwann einmal wollen, dass wir gar keine Jungen mehr bekommen, dann musst Du uns Eltern trennen. Denn sobald es uns gut geht und wir uns haben, wollen wir schon Junge haben…manchmal ganz schön anstrengend.

Saugmaul © Foto mit Genehmigung von Dr. Jörg Vierke

Unsere Nahrung: Wenn wir jung sind, dann fressen wir am liebsten Algen. Zum Beispiel von der Scheibe des Aquariums, aber auch von Wurzeln oder Steinen. Zusätzlich brauchen wir noch abwechslungsreiches Futter. Algen, Trockenfutter, frische Pflanzenkost (z.B. eine Scheibe Gurke, Zucchini oder Möhre). Ganz wichtig ist Moorkienholz, an dem wir gerne raspeln. Die Zellulose aus diesem Holz brauchen wir für die Verdauung!

Empfohlene Aquariengröße für ein Männchen und ein Weibchen und ein paar andere kleine Fische: Für ein Männchen und ein Weibchen sollte das Becken mindestens 100 Zentimeter lang sein! Da wir sehr gerne Holz zernagen, machen wir auch jede Menge Schmutz. Deshalb brauchen wir als Paar und unsere Mitbewohner schon um die 200 Liter Wasser.

Wassertemperatur: Wir kommen kurzfristig mit 18 Grad Celsius aus, fühlen uns aber bei 22-26 Grad Celsius am wohlsten. Bei 28 Grad Celsius wird uns dann schon bald wieder zu warm.

Wasserhärte: Wir sind da gar nicht heikel und kommen mit weichem wie mit hartem Wasser wunderbar zurecht.

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