Steckbrief: Purpur-Prachtbarsch


Kati Platy blubbert: Dieses Fisch-Liebespaar will nicht gestört werden. Andere Fische müssen einen großen Abstand halten.

Männchen Foto © Dr. Anton Lamboj

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Die Heimat unserer Vorfahren: Sie kommen aus Flüssen und Bächen in Nigeria und Kamerun. Das sind zwei Länder in Westafrika.

Unsere Lebenserwartung im Aquarium: Bei guter Pflege können wir drei bis vier Jahre alt werden.

Unsere Größe: Die Weibchen werden vielleicht 7 cm lang, die Männchen werden größer. Manchmal bis zu 10 Zentimeter.

Das brauchen wir: Wir wollen einige Plätze zum Verstecken im Aquarium. Am besten sind das Höhlen, die wir auch benutzen, um unsere Eier dort abzulegen. Groben Sand als Bodengrund mögen wir gar nicht, feiner ist uns viel lieber. Einige Pflanzen im Aquarium sind auch fein, nur bitte nicht direkt vor dem Höhleneingang – dort gehören sie nicht hin und da kann es auch sein, dass wir sie mal ausgraben. Schließlich wollen wir ja sehen, was sich vor der Höhle abspielt. Natürlich brauchen wir auch etwa zwölf Stunden Beleuchtung, nur bitte – zu grell soll die nicht sein. Ein wenig gedämpft ist uns viel lieber.

So fühlen wir uns vor Feinden sicher: Fische, die viel größer als wir selbst sind, mögen wir nicht, da haben wir zu viel Angst. Aber wenn die anderen Fische nur ein wenig größer und stärker sind als wir – solange wir die Höhlen haben, in die wir uns zurückziehen können, und auch genug Pflanzen im Aquarium sind, die uns vor den Blicken der Feinde verbergen – kommen wir ganz gut durch. Und wenn wir mal Junge haben sollten, dann sind wir viel stärker als sonst. Dann müssen andere Fische manchmal gut aufpassen, dass sie nicht eine auf die Nase bekommen.

So stecken wir unser Revier ab: Wir schwimmen viel herum und passen auf, dass uns keiner stört oder zu nahe kommt. Wenn wir zu streiten beginnen, erkennst du das daran, dass wir kräftigere Farben bekommen, und wir stellen auch unsere Flossen auf. Manchmal reißen wir dabei auch das Maul weit auf, so wirken wir insgesamt größer. Das genügt auch meistens, nur selten müssen wir dann wirklich Prügel austeilen. Wenn es so im Umkreis von etwa 30 cm um unsere Höhle einige größere Pflanzen, Steine oder Wurzeln gibt, dann nehmen wir das gerne als Grenze für unser Revier. Darin sind wir dann ein wenig streitsüchtiger, wir passen halt auf, dass uns niemand das Revier streitig macht. Aber was drum herum ist, lässt uns dann ziemlich kalt.

Weibchen Foto © Dr. Anton Lamboj

Unterschied Männchen/Weibchen: Die Männchen werden größer, manchmal sogar 10 cm. Sie haben auch viel länger ausgezogene Rückenflossen, Afterflossen und Bauchflossen. Die Weibchen werden vielleicht 7 cm lang, haben nicht so viel Farbe in der Rücken- und in der Schwanzflosse wie die Männchen. Die Flossen sind auch nicht so lang ausgezogen wie bei den Männchen, meistens eher rundlich. Der Bauch wird wunderschön rot bis violett, wenn die Weibchen Eier im Bauch haben und knapp vor dem Laichen sind.

Unsere Nahrung: Beim Fressen sind wir nicht sehr heikel, egal ob Flocken, Sticks, Tabletten oder auch mal Lebendfutter: Uns schmeckt so ziemlich alles. Füttere uns bitte nicht jeden Tag. Wir wollen eine schlanke Linie behalten. Dann leben wir auch länger. Viermal oder fünfmal pro Woche genügt uns.

Empfohlene Aquariengröße für ein Purpurprachtbarsch-„Ehepaar“ (und einige andere Fische): 96-Liter-Aquarium

Wassertemperatur: Sie soll 25 bis 26 Grad Celsius sein.

Wasserhärte: Ob das Wasser weich oder hart ist, ist nicht so wichtig, aber im weichen Wasser fühlen wir uns doch ein klein wenig wohler.

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