Gedanken-Reise: Das Tier als Wellness- Faktor?

Wo ist die Grenze?

Symbolbild (c) D. Lipka

An der George Mason University School of Law in Arlington (USA) können Studierende den Prüfungsstress stundenweise mit Hundestreicheln vertreiben. „Puppy Day“ nennt sich das Hunde-Kuschel-Projekt, bei dem es darum geht, die Leistungsfähigkeit angehender JuristInnen mittels wohltuendem Einsatz von Fell und Pfote in die Höhe zu treiben. Alles im Zeichen der Burn Out-Vermeidung.

Ob die Welpen Stress empfinden, wenn sie im Tumult von vielen Händen angegriffen werden, steht nicht zur Debatte. Von Tiertherapie zum Missbrauch der Tiere? 

Vierbeiner werden zunehmend zum Wellness-Faktor

Tiere sind gut für die Psyche, das wissen TierfreundInnen schon lang. Neu ist, dass bereits einige ÄrztInnen und PsychologInnen Heimtierhaltung konkret empfehlen, auch für Menschen, die sich gar nicht für Tiere interessieren. Leider ist ein so ins Haus geholtes Tier oft nur Mittel zum Zweck und eine große Bürde lastet auf ihm. Es soll zappelige Kinder ruhig machen oder verhärtete Partnerschaften aufweichen. Ihre Wirkung entfalten Heimtiere aber nur, wenn sie um ihrer selbst willen respektiert und achtsam behandelt werden. Der positive Effekt steckt meiner Meinung nach nicht im Tier allein, sondern vor allem in der Beziehung, die man zu ihm hat.

Video zum Puppy-Day an einer Universität (USA)

Daniela Lipka

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