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Der Verein „Tierschutz macht Schule“ vermittelt Kindern einen nachhaltigen und verantwortungsvollen Umgang mit Tieren auf eine spielerische Art und Weise.  
Mag.a Beate Hartinger-Klein (Sozialministerin)
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Spatzenwohnheim

In diesem „Spatzenwohnheim“ haben gleich drei Vogelfamilien Platz.

Mehr Platz für den Spatz

Freche Spatzen (auch Sperlinge genannt) gehören zum Leben in der Stadt einfach dazu. Wer kennt sie nicht, wie sie bei Parkbänken darauf warten, dass ein paar Brösel vom Frühstücksbrot für sie abfallen. Bei uns gibt es zwei Sperlingsarten: den Feldsperling, der eher am Stadtrand oder in Gärten vorkommt und den Haussperling, der auch mitten in der Stadt brütet. Doch auch wenn sie noch zu den häufigen Vogelarten gehören, sind schon Städten bekannt, in denen Haussperlinge immer seltener werden. Spatzen brauchen eben viel mehr als Futter aus Menschenhand!
 

Gedeckter Tisch

Zur Brutzeit füttern sie ihre Jungen zu einem großen Teil mit Insekten, erst später stellen sie wieder auf Körnerfutter um. Deswegen ist es wichtig, dass in ihren Revieren auch Gstettn (Brachland) oder sonstige mit Wildkräutern bewachsene Flächen vorhanden sind, auf denen reichlich Insekten und auch kleine Gras- oder Krautsamen zu holen sind.
 

Hecken zum Verstecken

Als sicheres Versteck und Schlafplatz nutzen Spatzen dichte Büsche oder Kletterpflanzen – Plätze, zu denen sie immer wieder zurückkehren.
 

Wohnung gesucht!

Ganz wichtig sind für Haussperlinge aber ausreichend Brutplätze: Spatzen bauen ihre Nester in Nischen und Hohlräumen. Oft sind das Mauerlöcher oder Spalten unter Dächern oder Dachrinnen, wie sie in älteren Häusern zu finden sind. In vielen modernen Häusern sind solche Brutmöglichkeiten nicht vorhanden. Oft werden auch bei Hausrenovierungen Löcher geschlossen.
 

Nistkasten

Nistkästen können Wohnraum für Spatzen schaffen. Normale Nistkästen nimmt der Haussperling aber im Gegensatz zum Feldsperling nicht gerne an, weshalb man ihm ein spezielles Spatzenhaus mit Einflugmöglichkeit von unten anbieten sollte. Dieses wird am besten an ungestörten (hohen) Stellen von Gebäuden, etwa unter Dachvorsprüngen angebracht. Spatzen sind am Brutplatz auch recht scheu, deswegen sollte man sie im Frühling möglichst in Ruhe lassen und auf keinen Fall in die Kästen schauen!

Du willst selbst einen Nistkasten für Spatzen bauen? Dann drucke die nachstehende Bauanleitung aus und lass dir beim Basteln von Erwachsenen helfen! 

Viel Spaß!  
 


Das Spatzenwohnheim für den Haussperling

(Nach einer Bauanleitung des NABU Deutschland; Text, Zeichnungen und Fotos: Mag.a Eva Karner-Ranner, BirdLife Österreich)

Dieses Spatzenhaus bietet Platz für drei Haussperlingsfamilien und wird an möglichst ungestörten Stellen von Gebäuden, am besten unter dem Dachvorsprung, angebracht.

Material:

  • 2 cm dicke, ungehobelte Bretter aus Fichte, Tanne oder Lärche (Lärchenholz ist besonders witterungsbeständig)
  • für Türen und Halteleisten 1 cm dicke Bretter
  • für die Einflugbalken 3,5 cm dicke Bretter
  • Holzschrauben
  • Wichtig: Keine Pressspanplatten oder Sperrholz verwenden!

Bauanleitung:

  1. Die Bauteile zuschneiden.
  2. In den Boden 6 Löcher laut Plan mit ca. 5 mm Durchmesser bohren.
  3. In die Rückwand 3 Löcher mit ca. 5 mm Durchmesser bohren.
  4. In die Türen oben und den Einflugbalken unten die Einflugbereiche (4 cm) schräg aussägen.
  5. Rückwand (2), Boden (3) und die beiden Seitenwände (6) zusammenschrauben.
  6. Die beiden Zwischenwände (6) einsetzen und festschrauben.
  7. Frontleiste (4) an den Boden (3) schrauben.
  8. Dach (1) aufsetzen und festschrauben.
  9. Einflugbalken (5) unter dem Dachvorsprung einpassen und festschrauben.
  10. Halteleisten (8) an den Türen (7) festschrauben.
  11. Türen einsetzen (nicht festschrauben, können zur Reinigung herausgenommen werden!).

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Tipp

Spatzen sind bereits im Jänner und Februar auf Wohnungssuche. Häng daher den Kasten rechtzeitig im Garten auf!